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Neu hier mit Le Mans 3


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Hallo zusammen,
nach dauernd wichtigeren Winterprojekten habe ich mich nun zum Frühjahr durchgerungen, endlich meine vor fünf Jahren von einem Freund erworbene LM 3 in fahrbereiten Zustand zu bringen. Das Rad hat davor schon rund 20 Jahre keine richtigen Meter mehr gemacht, folgerichtig ist seitdem auch nicht viel passiert.
Was steht nun an? Neue Reifen natürlich, alle Öle, neues Sitzkissen aus optischen Gründen, Kerzen neu, Ventile, Zündung und Vergaser einstellen und das Teil zum Laufen bringen. Sollte aber funktionieren, es dreht sich alles schön und die Kompression ist auch gut.

Der alte Sprit ist schon entsorgt, der stank echt nicht gut und die Vergaser sind vorläufig gereinigt. Am wichtigsten ist aber ein altes Leiden abzustellen, nämlich die gelegentlichen Öleruptionen aus der Gehäuseentlüftung. Ein neues Entlüfterventil und eine Agostini Catch-Can sind im Zulauf, dazu noch haufenweise neue Gummiteile und eine neue Batterie. Mal sehen, ob ich die eingetragene Lafranconi Anlage dran lasse, oder mir lieber was leiseres gönne. Das wird sicher auch bei der anstehenden Hauptuntersuchung ein Thema sein.
Gruß aus OWL
Rudolf

Bildschirmfoto 2025-03-22 um 12.52.59.png

Bildschirmfoto 2025-03-22 um 12.50.02.png

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Moin Rudolf,

Willkommen und Glückwunsch zu Deinem Vorhaben 👍

eine Guzzi sollte auch wieder fahren dürfen...

Ich habe mir auch wieder eine kleine ital. Schönheit angelacht.

Man muss ja alten Motorrädern das Leben schenken 😉

beim Erneuern auch die alten Bremsschläuche entsorgen, rüste auf Stahlflex Leitungen um.

Dann prüfe unbedingt die Freigängigkeit der Handbremspumpe und des Bremssattels.

Auch hier kann durch lange Jahre Rost angesetzt haben, Rep.Sätze gibt es für kleines Geld.

Gruß

Holger

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Hallo Holger, es sind komplett Stahlflex verbaut und die Sättel sind gut in Schuss, also gangbar und dicht. 

Vergessen hatte ich noch, dass auch die Dämpfer vorne neues Öl bekommen, hinten sind Konis verbaut und die sind nach erster Prüfung tip top. Eine Moto Italia Fussrastenanlage war noch in einer Grabbelkiste dabei, die werde ich wohl auch verbauen. Aber erst mal ein Rolling Test, dann TÜV und über das Jahr den Rest. Ich habe noch andere Fahrgelegenheiten, da kann ich alles in Ruhe machen.

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prima, dann hast Du ja das Gröbste geplant.

Daumendrück für TÜV und Co.

Gruß

Holger

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Wow, sehr cool. Klasse, dass Du die LeMans wieder fit machst! Gestern beim Händler stand eine T3 California, die eigentlich zum Service da war aber auch einen „zu verkaufen“ Zettel am Windschild hatte. Ich hab dann kurz überlegt, mir dann aber gedacht, dass ich mit meiner 1981er Vespa schraubertechnisch eigentlich schon gut versorgt bin 🙂. Gerade was den Klang anbelangt sind solche alten Maschinen (sogar meine Vespa) aber schon toll - das geht mit Euro5 nicht mehr. Man fährt sie schließlich aber auch nicht jeden Tag. So gesehen gehören die Lafranconis zu Deiner Le Mans schon irgendwie dazu, oder?

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Nach so langer Standzeit ist es nicht unwahrscheinlich, daß die Dichtringe im Motor, dem Getriebe und dem Hinterachsantrieb ausgehärtet sind.

Ich würde deshalb bei der Neubefüllung jeweils 3% LecWec dazu geben um den evtl. ausgehärteten Dichtringen wieder ihre ursprüngliche Elastizität zu verschaffen.

Sollten die Dichtringe "unversorgt" im Betrieb Schaden nehmen wird's richtig aufwändig und bei Inanspruchnahme professioneller Hilfe entsprechend teuer.

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Hallo Rudolf,

wünsche dir viel Spaß  an der Restaurierung

Gruß Willi

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Am 22.3.2025 um 19:36 schrieb Wolfgang K.:

Nach so langer Standzeit ist es nicht unwahrscheinlich, daß die Dichtringe im Motor, dem Getriebe und dem Hinterachsantrieb ausgehärtet sind.

Ich würde deshalb bei der Neubefüllung jeweils 3% LecWec dazu geben um den evtl. ausgehärteten Dichtringen wieder ihre ursprüngliche Elastizität zu verschaffen.

Sollten die Dichtringe "unversorgt" im Betrieb Schaden nehmen wird's richtig aufwändig und bei Inanspruchnahme professioneller Hilfe entsprechend teuer.

Hast du eigene Erfahrungen damit gemacht und es erfolgreich den Simmerring zwischen Motor und Getriebe wieder dicht bekommen?

Bei mir kommt nur kurz nach der Fahrt etwas Öl heraus. Steht sie dann egal wie lange, kommt nichts mehr. 

 

Gruß Markus 

Edited by Boxer Markus
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Ich hab' eigene Erfahrungen mit LecWec: in der 400er Four und der Le Mans II.

Die 400er Four hat am Dichtring LiMa zum Ölen begonnen - vor ca. 15 Jahren. Motor 'raus, zerlegen, erneuern, zusammen bauen und wieder 'rein oder LecWec (erstmals) testen. Also letzteres: die Four war die nächsten 10 Jahre über ca. 60.000 km dicht bis der Motor wegen abgesprungener Steuerkette eh neu gemacht werden mußte.

Ähnlich Le Mans: LiMa-Dichtring verliert leicht Öl (und zuvor schon immer wieder eine leichte Ölnase aus der Dichtung unten am Zündungsdom). Nach LecWec-Zugabe war es an der LiMa wieder dauerhaft dicht - und auch die Ölnase an der Zündung war Vergangenheit.

Bei beschädigtem Dichtring funzt das aber nicht, denn Risse oder Ausbrüche beseitigt es nicht.

Ich geb' 1-1,5% LecWec seither prophylaktisch bei jedem Ölwechsel dazu um es erst gar nicht zu einem Aushärten kommen zu lassen.

Kommt bei Dir Motor- oder Getriebeöl? Meine Le Mans, bislang absolut dicht, tropfte bei der ersten Tour in diesem Jahr Getriebeöl aus der Kupplungsglocke. Auf einen Tip eines Spezls hin hab' ich gecheckt, ob die Entlüftung frei ist. War sie nicht. Nach Freiblasen und zusätzlich Zugabe von LecWec 30 km Runde gedreht und es blieb dort bislang furztrocken. Lag aber vermutlich an der verstopften Entlüftung da LecWec ca. 200 km benötigt bis die Weichmacher wieder vollständig in den Dichtringen eingelagert sind.

Edited by Wolfgang K.
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vor 54 Minuten schrieb Boxer Markus:

 

Bei mir kommt nur kurz nach der Fahrt etwas Öl heraus. Steht sie dann egal wie lange, kommt nichts mehr. 

 

Gruß Markus 

was ja durchaus sinn macht,wo soll auch ohne lauf noch mehr öl herkommen?

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vor 2 Stunden schrieb Boxer Markus:

Hast du eigene Erfahrungen damit gemacht und es erfolgreich den Simmerring zwischen Motor und Getriebe wieder dicht bekommen?

Bei mir kommt nur kurz nach der Fahrt etwas Öl heraus. Steht sie dann egal wie lange, kommt nichts mehr. 

 

Gruß Markus 

Wenn kurz nach der Fahrt Öl 'raus kommt wird auch während der Fahrt Öl 'raus kommen.

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Ich habe das Öl-Stopp von LM letztes Jahr zum Öl gegeben, leider keinen Unterschied. 

Ist bei der BMW 2V der Simmerring kaputt, läuft nach der Fahrt deutlich mehr Öl raus und die Kupplung rutscht relativ schnell - deshalb meine Frage. 

Wenn es beim Fahren so raus käme, wie kurz nach dem Abstellen, dann wäre das Motorrad sicher eingesaut.

Das mit der Entlüftung muss ich einmal kontrollieren, vielleicht stimmt da was nicht. 

Danke für die Infos! 

  • Sad 1
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Moin Markus,

ja, ein Wundermittel können die Zusätze nicht sein.

Bei meinen früheren, fälligen Simmerringen ( Zeit meiner V7 750 Special und später bei der 850T3 California ) und nach einigen Jahren und etwa 40.000 km

fing es zuerst damit an, das ich nach Fahrten ein paar Tropfen aus dem Entlüftungsloch am Boden sah.

Rund ein halbes Jahr später, oder rund 5000 km später, hatte ich nach Abstellen nach den Fahrten einen 5-8cm Ölfleck drunter.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Kupplung ok, kein Durchrutschen.

Vom Simmerring kamen ein paar Tropfen durch, das schleuderte dann in der Kupplungs/Getriebeglocke an die Seiten.

Nach Abstellen sammelt es sich nach unten...und tropft raus.

Dann habe ich die beiden Simmerringe erneuert.

Aber: meine Guzzi war seinerzeit das Einzige Motorrad, sodaß ich damit immer gefahren bin, es gab keine langen Standzeiten.

 

Wenn jedoch ein Motorrad lange Zeit, Monate und Jahre steht...

danach Undichtigkeiten zeigt... würde ICH nicht lange abwarten.

Denn ein verhärteter Simmerring kann auch die Kurbelwelle od. Getriebewelle beschädigen und anschleifen...

Gruß

Holger

 

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Naja, mit Wundern hat das ja auch nix zu tun.

Verflüchtigte Weichmacher lassen Dichtringe sukzessive verhärten bis sie ihrer Funktion mangels Elastizität an der Welle nicht mehr nachgehen können.

Zugegebene Weichmacher lagern sich wieder im Material des Dichtrings ein und geben ihm die ursprüngliche Elastizität zurück. Damit erledigt er seinen Job wieder wie vorgesehen.

Bei meiner TS 250 FD war der Dichtring vom Getriebe zum Kurbelgehäuse des rechten Zylinders vor Jahren undicht - zuletzt 4 Liter Getriebeöl auf 1.000 km und eine beeindruckende Nebelwand im Rückspiegel. Da half auch LecWec nichts, der Dichtring war schlicht kaputt. Also wurde der ausgewechselt.

Von einer durch einen defekten Wellendichtring beschädigten Welle hab' ich die letzten 50 Jahre weder gehört noch gelesen (in meinen Regalen befinden sich zwischen 2.500 bis 3.000 Motorradzeitschriften seit Beginn der 70er Jahre - alle natürlich gelesen).

  • Confused 1
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vor 21 Stunden schrieb holger333:

Moin Markus,

ja, ein Wundermittel können die Zusätze nicht sein.

Bei meinen früheren, fälligen Simmerringen ( Zeit meiner V7 750 Special und später bei der 850T3 California ) und nach einigen Jahren und etwa 40.000 km

fing es zuerst damit an, das ich nach Fahrten ein paar Tropfen aus dem Entlüftungsloch am Boden sah.

Rund ein halbes Jahr später, oder rund 5000 km später, hatte ich nach Abstellen nach den Fahrten einen 5-8cm Ölfleck drunter.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Kupplung ok, kein Durchrutschen.

Vom Simmerring kamen ein paar Tropfen durch, das schleuderte dann in der Kupplungs/Getriebeglocke an die Seiten.

Nach Abstellen sammelt es sich nach unten...und tropft raus.

Dann habe ich die beiden Simmerringe erneuert.

Aber: meine Guzzi war seinerzeit das Einzige Motorrad, sodaß ich damit immer gefahren bin, es gab keine langen Standzeiten.

 

Wenn jedoch ein Motorrad lange Zeit, Monate und Jahre steht...

danach Undichtigkeiten zeigt... würde ICH nicht lange abwarten.

Denn ein verhärteter Simmerring kann auch die Kurbelwelle od. Getriebewelle beschädigen und anschleifen...

Gruß

Holger

 

Den neuen Ring habe ich ja auch schon da liegen, nur im Moment echt keine Zeit das ganze Motorrad auseinander zu bauen. 

Für die drei Mal in dem Jahr, wo ich mit der Guzzi fahren werde, hatte ich halt Hoffnung mit dem Zeugs. 

Jetzt muß sie auch erst mal zur HU, was natürlich so auch net geht. Kreatives durchmogeln wird angesagt sein 😉 

Ist echt blöd dass man da nicht wie bei  BMW das Getriebe so heraus bekommt, um an den Kurbelwellen-Simmerring dran zu kommen.

Das wäre ja an einem Samstag erledigt. 

Edited by Boxer Markus
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