
PGR 156
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Michael
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MG Nevada 750 Classic i.e.
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Kreis Unna
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Ach so, dann bekommt sie wahrscheinlich deutlich weniger Getriebeöl als meine Nevada mit einem Liter Füllmenge. Dann kommt das hin.
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Wenn ich das richtig verstehe, muß nicht der Kunde diese 1./Übergabeinspektion zahlen, sondern das Krad wird vom Händler Übergabefertig gemacht und bekommt das vom Werk bezahlt. Unterm Strich zahlt natürlich immer alles der Kunde, aber halt nicht direkt. Denn es wäre ja nicht einzusehen, daß ansonsten ein fabrikneues Krad ein neues Mapping benötigt oder die Kupplung eingestellt werden müßte. Das würde ich als Kunde nicht bezahlen und wäre sowieso eine Garantieleistung. Das Ganze ist also anscheinend das "Rundumschlagprogramm" für alle Fahrzeuge vor der Auslieferung und deckt frisch produzierte Fahrzeuge ebenso ab wie den Ladenhüter, der schon zwei Jahre im Verkaufsraum vor sich hinoxidiert und schon wegen der Zeitschiene die Öle gewechselt haben muß und natürlich mit der neuesten Software ausgeliefert werden soll. Vielleicht sogar Vorführmoppeds, bei denen der Führerscheinneuling an der Ampel der 12% Steigung gegenüber mal die Kupplung malträtiert hat. Ebenso werden die Kräder wohl auch auf zwischenzeitlich durchzuführende Kundendienstmaßnahmen geprüft und diese dann durchgeführt. Und da die zu behandelnden Kräder von den Standzeiten und Zuständen (Vorführer dabei?) sehr unterschiedlich sind, gibt es dafür diese 34,83AW, wieviel auch immer das in Zeit ist. Bei uns (Niederlassung PKW-Marke) wäre eine Stunde 12AW, für vollen Leistungslohn muß in der Stunde aber 16,25AW gebracht werden. Für einige Arbeiten gibt es AWs, für andere Zeit oder auch eine Zeitpauschale. Jede Marke hat da aber andere Sätze. Das macht diese Rechnungen schlecht nachvollziehbar, auch wenn alles völlig korrekt ist. Zumal es möglich ist, daß da auch etwas interne "Quersubventionierung" dabei ist. Nach dem Motto: Ja, der Liter Öl kostet fast 40€, aber dafür berechnen wir für zeitaufwendige Befundfestlegungen nicht ansatzweise die Zeit, die wirklich dafür draufgegangen ist. Beispiel Software aktualisieren: Da gibt es bei uns 5-6AWs für eine Softwareaktualisierung eines Steuergerätes. Keine 20 Minuten. Ladegerät ans Fahrzeug zum Puffern, Diagnose mit Kabel (sicherer bei Flashvorgängen) anschließen, Benutzer einloggen, mit dem Fahrzeug verbinden, ins Menü gehen und die betreffenden Aktualisierungen starten. Kann sein, daß die Software in zwei Minuten aktualisiert und kodiert ist, kann aber auch zwei Stunden dauern. Da sagt dann das Werk: "In der Zeit kann man ja andere Fahrzeuge bearbeiten". Jain. Erstmal muß ich die Bühne/Standplatz für ein weiteres Fahrzeug freihaben und zweitens will die Drecksxxxxxxxxxxxxxsoftware ständig irgendwelche Handlungen ausgeführt haben: Zündung aus/ein, Busruhe herstellen, "Weiter-Knopf" drücken etc. Zu den 20 Minuten gehören auch das Rein/Rausfahren, Auftrag fertigmachen, ggf Schadensschlüssel für die Garantie ermitteln und dokumentieren etc. Lange Rede, kurzer Sinn: Von daher würde ich diese Übergabeinspektionen nicht mit denselben Maßstäben messen wie eine normale Inspektion/Wartungsdienst/Service. Echt? Nur ein Liter Motoröl im Motor? 😉 Und schwupps, steigt die Summe nochmal. Ja, wer kann der kann und eine Wartung durchzuführen ist bei vielen Fahrzeugen keine Kernspaltung. Gerade auch bei günstig gebraucht gekauften Fahrzeugen ist das nachzuvollziehen. Der Eigentümer könnte sich das Krad ggf sonst gar nicht leisten. Nicht jeder investiert nämlich locker tausende Euros in sein Hobby. Oder kann nicht tausende Euros auch noch in dieses weitere Hobby investieren. Ich habe auch noch ein weiteres Hobby, täglich 190km Arbeitsweg zu finanzieren und 3-4 Kinder zu unterhalten (den Großen nicht mehr voll). Wer allerdings tatsächlich tausende Euros für das Mopped investiert und schon wegen der Garantie auf den Händler-Service angewiesen ist, zumindest für Garantieleistungen, den Service dürfte man nach Herstellervorgaben ja woanders machen, der sollte dann aber auch zum Markenhändler gehen. Und zwar aus den von @holger333 oben aufgelisteten Gründen. Der Händler kann nicht alles, von Entsorgung über Strom bis Schulungen, von knapp kalkulierten Garantie-Arbeiten und Öl für 10€ finanzieren. Man darf nicht an dem einen Ende sparen und dann vom vorher geschmähten Händler den Superdupertollperfekt-Service bei Garantiearbeiten verlangen.
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Vielleicht nur für die Exportmodelle, die in den Westen gehen?
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Wenn das Öl wirklich aus dem Ventildeckel zieht, versuche einfach, die Schrauben etwas nachzuziehen. Einfach mit Gefühl. Ist wirklich eine Schraube nicht richtig fest, merkst Du das sofort und drehst dann weiter, bis sie fest ist. Wenn sich bei leichtem Kraftaufwand keine Schraube weiterziehen läßt, sind sie fest. Wenn die Dichtung so einfach zu wechseln ist wie bei den anderen Guzzen, ist das schnell und einfach erledigt. Da wird sich sicher noch jemand melden, der das von der V7 kennt. Wenn es M6er Schrauben sind sollte das Dremo im Bereich 7-10Nm liegen. Ich würde es lieber mit Gefühl und von Hand nachziehen. Normal sollte aus dem Krümmerbereich kein Öl kommen. Allerdings wäre es in der Kombination: Lose Mutter/Schraube und Kurzstrecke(n) möglich, daß sich dort unverbrannte Reste von Benzin (Kaltstartanreicherung) mit feinem Ruß ihren Weg suchen und wie (schwarzes) Öl aussehen. Krümmermutter wieder festschrauben, bei leichter Korrosion der Stiftschraube diese vorher mit einem Sprühöl einsprühen. Kannst ja mal ein Bild von der Stelle einstellen.
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Die Nevada 750 ist unkompliziert und leicht zu fahren, man hat eine bequeme Sitzposition, das Krad ist mit um die 180kg auch relativ leicht. Mit den knapp 50PS und einer schönen Drehmomentkurve ist sie ideal für Tagestouren oder Fahrten über die Dörfer. Auch spritzig fahren ist drin. Der Verbrauch liegt bei mir dabei um die 4-4,5L/100km. Über 4000/min drehe ich quasi nie. Brauch ich auch nicht. Die Cali fänd ich schöner, ich würde aber aus praktischen Gründen nicht mehr tauschen wollen. Meine Nevada 750 Classic i.e. von 2005 hat knapp 50.000km drauf und ist, bis auf die verchromten Kunststoffteile und Macken im Lack, in gutem Zustand. Die Zylinderlaufbahnen sehen auch noch aus wie neu (Habe ich letztens mal ausgeleuchtet). Die angebotenen 65.000km sind keine Laufleistung, wenn nicht ein Kurzstreckenheizer die vorher fuhr. Da die Nevada als Cruiser eher nicht die typischen Heizer anspricht...zumal es die Technik dann identisch in der Breva 750 gab. Mit meiner V50III bin ich damals bis zum Verkauf 136.000km gefahren und die lief danach noch weiter ohne Probleme. Aaaber: Es bleibt ein älteres Motorrad und da hat man immer mal "Altersprobleme" bei Kraftstoffschläuchen, Elektrik, Vergaser etc (Letzteres bei meiner i.E. natürlich nicht). Eine Nevada 750, wenn es keine der Letzten ist, sollte eigentlich nicht über 1500€ kosten! Über 2000€ wird auf den Dummen spekuliert, der jeden Tag irgendwo morgens aufsteht... Und für Anfänger, die gar nichts selber instandsetzen könnten, würde ich auch eher eine neuere Maschine empfehlen. Einfach prinzipiell. Von daher würde ich auch zu einer ungefähr 10 Jahre alten V7 raten. Die sind noch nicht von den typischen Verschleiß/Alterungserscheinungen deutlich älterer Kräder betroffen, die immer wieder zu kleinen Basteleien und elektrischen Fehlersuchen führen, die beim Händler dann materiell günstig, aber stundenmäßig teuer enden. Und die V7 fährt sich auch unkompliziert und leicht auch im Stadtverkehr und engeren Situationen. Meine 2 Cents dazu.
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Ah, ok. Wir hatten noch länger, sind jetzt aber bei manchen Teilen bei den 10 Jahren gelandet. Alleine unser Betrieb hat 20.000 Teile auf Lager. Einmal am Tag und einmal Nachts kommen dann noch mit über 95%iger Sicherheit die Teile, die wir bestellen mußten und einmal Mittags fast der gesamte Rest der fehlenden paar % vom Vortag. Das kann man also nicht verallgemeinern. Und die Lagerlogistik ist mal richtig teuer, Alleine die Flächen, Mitarbeiter und Transportkosten. Bringt natürlich auch Gewinn rein. Das Lager trägt gut zum Gewinn bei. Das Ersatzteileproblem bei Neuwagen, also im Sinne einer relativ neu auf dem Markt erschienenen Baureihe, nicht Neuwagen per se, kenne ich seit vielen Jahrzehnten. Das war auch wohl immer schon so. Nach Produktionsanlauf gehen die verfügbaren Teile erstmal in die Werke, für die Werkstätten ist erstmal nichts da. War schon bei unserem W116 und W115 so. Zumal auch noch nicht absehbar ist, welche Teile man in welcher Menge vorhalten muß.
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Ich würde jetzt nicht Deine Hand dafür ins Feuer legen aber waren das nicht mal 10 Jahre? Kann aber auch sein, daß das freiwillige Leistungen waren.
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Das ist tatsächlich in der EU im Gespräch. Ich las mehrfach darüber. Ich weiß aber nicht, ob da schon was Definitives bei rausgekommen, also etwas beschlossen worden ist. Das Ganze ist ökologischer und ökonomischer Blödsinn, da es fast immer sinnvoller ist, ein einmal produziertes Gerät/Fahrzeug zu reparieren, als mit vollem Energie- und Ressourcenaufwand ein komplett neues zu produzieren. Das ist so dämlich, daß ich davon ausgehe, daß sowas in der Art durchgesetzt wird. Vermutlich in mehreren Schritten, damit der Frosch nicht direkt aus dem Kochtopf hüpft, blöd wie er ist. Nicht ganz richtig, da die Teile letztendlich gebraucht werden. Es entstehen halt Lagerhaltungskosten. Totes "Rohstoffkapital" hat man aber massiv bei Rüstungsgütern. Das Zeug liegt rum und wird schließlich bei Ablaufdatum vernichtet oder durch neues ersetzt und kostet die Lagerhaltung zusätzlich.
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Ich hatte in meiner V50III damals testweise mal ein Ölthermometer und bei der Nevada merke ich es beim Schalten: Die 10-15km kommen auch bei den Guzzis ungefähr hin. Der Motor ist dabei nur eines, da gibt es auch noch ein Getriebe und einen Endantrieb. Die finden warmes Öl auch besser als kaltes 😉. Beim Motor liegt die Problematik bei Kurzstrecken am überschüssigem Kaltstart-Kraftstoff, der nicht aus dem Öl verdampft werden kann. Um das zu kompensieren, würde ich dann zumindest kürzere Ölwechselintervalle durchführen. Die Zwischenwechsel würde ich ohne Filter machen. Ungefähr auf 40°C Öltemperatur bringen, das Öl absaugen und frisches einfüllen. Zu den regulären Wechselintervallen dann mit Filter. Vorausgesetzt, Du hast wirklich viele Kurzstrecken.
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Hallo Klaus-Dieter, der Casus Knactus liegt in der Speicherung. Eine simple Speicherung ist nicht erlaubt. Loop-Aufnahmen aber schon! Das ist dann sogar mit Kameras machbar und legal, die den Bereich um das eigene Grundstück im Blick haben. Dazu gab es in unserer Kreisstadt (Unna) einen Fall, der durch (wenn ich das richtig erinnere) zwei Instanzen ging. Die Aufnahmen wurden nach 24 Stunden wieder überschrieben, das wertete das Gericht als nicht dauerhaftes Speichern. Die Loop-Löschung läuft automatisch und kann manuell verhindert werden, falls der Vorgarten wieder Nächtens beschädigt wurde. So funktioniert das auch im KFZ. Wobei ein Gericht nach einem Unfall die gespeicherte Sequenz berücksichtigen kann- aber nicht muß. Nach einem Verkehrsunfall schaut sich die zugezogene Polizei allerdings gerne die Sequenz an und stuft im Unfallprotokoll entsprechend den Verursacher ein, wie ich schon ein paarmal von Kollegen und Kunden hörte. Ca. 50% meiner Kollegen fahren im PKW mit Dashcam, ich habe auch in beiden Autos eine drin. Hier auf dem Land meinen viele Leute, die mit den Ausmaßen eines alten Austin Mini überfordert wären, sie müßten unsere überwiegend 1,5 Spuren breiten Straßen mit einem SUV befahren und aus Unfähigkeit rechts noch einen Meter Platz zum Feldrand/Graben lassen. Wenn mal ein Spiegel fliegen geht, kann ich dann nachweisen, daß der Unfallgegner weit auf unserer Seite fuhr. Grüße Michael
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Kannst Du das etwas ausführen? Der Regler der alten kleinen Guzzis war für Standard Naß-Batterien, da kann doch höchstens die Ladespannung etwas niedriger liegen? Ich habe mehrere Ladegeräte, welche auch LiFePo4-Einstellungen haben, die fahren quasi das gleiche Programm wie bei AGM, bis 14,8V.
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Erstmal einen ordentlichen Befund haben. Auf dem leicht glänzenden Silberlack läßt sich erstes rausziehendes sauberes Öl schlecht erkennen. Als Erstes A1-Bremsenreiniger oder Aktivator zum Reinigen nehmen, dann Kontrastmittel aufsprühen und ein paar KM fahren oder das Krad vor der Halle ne Weile im Stand blubbern lassen. Schon hat man die Stelle auf den Punkt, da das Kontrastmittel sich bei Kontakt mit kleinsten Mengen Öl sofort bräunlich färbt (Prinzip wie @sine88s Babypulver, hält aber länger als dünne und gleichmäßige Schicht). Und der Händler kann dann direkt eine spezifische Anfrage machen. Notfalls kann er die Anfrage vielleicht auch forcieren. ZB in Abständen anmahnen ("Offensichtlich wurde unsere Anfrage nicht empfangen, sonst hätten wir ja schon eine Antwort..." oder: "Bitte senden sie uns ihre Antwort nochmal, wir haben sie wohl nicht erhalten...". "Ach, Ihr habt noch nichts geschickt? Warum nicht nach der Zeit?"). Zumindest bei uns gibt es nach der automatisierten Stufe die Möglichkeit, einen (menschlichen) Entscheider zu kontaktieren. Vor Jahren bekamen wir auch mal zwei Wochen keine Antwort auf die Frage, wann ein spezielles Ersatzteil verfügbar ist. Ich habe dann einen Azubi alle fünf Minuten ein Anfragefax rausschicken lassen. Nach zwei Stunden hatte ich gewonnen... Für mich sieht es auch nach der Schraube aus, aber ich kann die Stelle bei der Makroaufnahme nicht einordnen. Durch Fahrtwind kann das Öl auch nach oben gedrückt worden sein, je nach Stelle am Zylinder.
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Wenn es um die Betätigungskraft oder den Kraftverlauf geht, muß dann der Automat gewechselt werden. Wenn die Druckscheibe vom Verschleiß her noch gut ist (sollte bei der Laufleistung), nur den Automat und (einfach grundsätzlich) das Ausrücklager wechseln. Die Druckscheibe hat auf die Betätigungskräfte keinen Einfluß, sondern die Membranfeder im Automat.
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@Emu der erste: Bei meiner V50 III von 84 hatte ich hinterher eine AGM verbaut und die wurde einwandfrei geladen. Vielleicht nicht bis zu 100%, gab aber nie Probleme damit, daher hatte ich auch nie nachgemessen. Und da die LiFePo4s genauso geladen werden wie eine AGM, würde ich die einfach einbauen und schauen.