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Von 1921 bis Heute - ein italienischer Mythos lebt

Die "Normale" und die ersten Siege

Unter der Verkaufsbezeichnung "Normale" wird 1921 die erste Moto Guzzi, die einfachere Version der G.P., in den Handel gebracht. Die "Normale" hat eine Leistung von 8 PS, genug für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Der Verbrauch liegt bei etwa einem Liter auf 30 Kilometer. Als erstes Motorrad weltweit verfügt die Normale serienmäßig über einen Hauptständer. Eine Lösung, die erst später von anderen Herstellern übernommen wird. Da umfangreiche Werbekampagnen zu Beginn des Jahrhunderts nicht üblich sind, nimmt man mit den neuen Motorrädern an Renn-Veranstaltungen teil, um die Leistungsfähigkeit der Maschinen einem breiten Publikum bekannt zu machen.

So vollzieht sich das Debüt von Moto Guzzi auf der Rennstrecke, ein weiteres historisches Datum, ein Ereignis, das die Firma aus Mandello in das internationale Rampenlicht befördert.

Das erste Rennen ist der "Raid Nord-Süd", ein Langstreckenrennen auf der zermürbenden Strecke von Mailand nach Neapel. Zwei Guzzis nehmen daran teil mit einem zunächst nicht allzu vielversprechenden Ergebnis. Sie belegen Platz 20 und 22. Der erste Sieg ist jedoch nur aufgeschoben. Nur dreißig Tage später, am 25. September 1921, gewinnt Gino Finzi auf einer Moto Guzzi die Targa Florio. Damit beginnt eine beeindruckende Erfolgsserie, die sich ohne Unterbrechung bis 1957 fortsetzt: In der umfangreichen Trophäensammlung von Moto Guzzi sind zum Zeitpunkt des Rückzugs vom Rennsport insgesamt 11 Siege bei der Tourist Trophy und 14 Weltmeistertitel zu verzeichnen. Diese ersten Erfolge erhöhen auf einen Schlag die Bekanntheit und die Nachfrage nach den Produkten des noch jungen Unternehmens. Im Jahre 1921 werden 17 Motorräder des Modells "Normale" gebaut und zu einem Preis von 8.500 Lire verkauft.

Schnell wird die Produktion von der rein handwerklichen auf eine industrielle Fertigung umgestellt und ein neues 300 Quadratmeter großes Werksgebäude wird gebaut, in dem 17 Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdienten. Der Aufstieg ist nicht mehr aufzuhalten.

Im Jahre 1923 ist die Marke überall bekannt und die Produkte werden zum Objekt der Bewunderung. Mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1924 in Monza ist der wohl wichtigste Moment im Leben des Unternehmens gekommen: Moto Guzzi belegt mit der C4V, einer Weiterentwicklung des ursprünglichen Prototyps, den ersten, zweiten und fünften Platz.

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